Die mittelalterlichen Städte Anghiari und Sansepolcro sowie das etruskische Citerna (für weitere Informationen siehe: www.anghiari.com, www.sansepolcro.net, www.citerna.it, www.valtiberinaonline.it, www.vallemuseo.it) die auf den umliegenden Hügeln thronen, sind konkrete Zeugnisse für die Bedeutung, die dieser Landstrich im Mittelalter und in der Renaissance gehabt hat, Epochen, in denen die Geschichte dieser Städte eng mit jener des Papsttums und des römischen Reichs, der freien Kommunen, der Guelfen und Gibellinen, der Zünfte und des Handels verwoben war sowie mit der Geschichte der großen Kunst des 16. Jahrhunderts, deren bedeutendste Vertreter in dieser Region tätig gewesen sind, wo sie unzweifelhafte Spuren ihres Könnens hinterlassen haben: unter ihnen sind besonders Raffael, Signorelli, Della Robbia, Vasari und allen voran natürlich Piero della Francesca zu nennen.

Die noch heute in ihren Ringmauern vollkommen erhaltenen Altstädte, die engen Laufgräben an den Stadtmauern, die typischen, aus rohem Stein gebauten Häuser, die engen Plätze und Gassen, die Festungsbauten, die Türme und die herrlichen Patrizierhäuser sind weitere Belege für die historische Relevanz dieser Region. In der näheren Umgebung befinden sich in einer noch unberührten Naturlandschaft und im Schutz ihrer historischen Stadtmauern Orte von großer kunsthistorischer Bedeutung: Città di Castello (das antike Tifernum), Monterchi, Chiusi della Verna, Caprese Michelangelo und das etruskische Cortona scheinen einer Miniatur oder aber einem Bild von Giotto, Gozzoli oder von Piero della Francesca zu entstammen. Überall spricht eine Vergangenheit zu uns, die sich nicht nur auf die Epochen des Mittelalters und der Renaissance beschränkt: Romanische Kirchen, Klöster, Abteien und Burgen, sie alle weisen romanische, langobardische und etruskische Spuren auf, die in einem beharrlichen Kampf gegen die alles verschlingende Zeit eifersüchtig gehütet werden. Beeindruckend sind die rauchgeschwärzten und gemütlichen ländlichen Behausungen und die kleinen Werkstätten in den Altstädten, wo das Restaurierungs-, das Dekorations- und das Goldschmiedehandwerk nach wie vor gedeihen.